Vom Land in die Hauptstadt

Dienstag, 15.11.2011

Gegen 11 Uhr ist unser Flieger vom kleinen Provinzflughafen El Calafate gestartet. Der chilenischen Fluggesellschaft LAN sei Dank - die argentinische Aerolinas hat ein paar Tage vorher gestreikt. Und dann haben wir Richtung Buenos Aires abgehoben - ein mulmiges Gefuehl! Die letzten 2,5 Wochen sind wir in einmalige Landschaften eingetaucht, haben Tiere bestaunt und dann erwarten uns ploetzlich mehr Menschen als Tiere, Autos und vor allem Laerm. Und die argentinische Ruhe haben wir auch erstmal am Flughafen gebraucht. Eine gute Stunde auf das Gepaeck warten, ertragen wir inzwischen geduldig. Da ist der argentinische Gepaecktransport halt einfach nicht so schnell. Oder die Kerle sind hier zu schwach zum Tragen und essen zu wenig Fleisch;-)

Gut bepackt sind wir dann mit einem Taxi im Stadtteil Palermo angekommen. Dort hat schon das argentinisch-oesterreichische Ehepaar uns erwartet, die uns ein nettes, schnuckliges Apartment vermietet haben. Und hier haben wir erstmal ausgeschnauft. Danach hatten wir noch den spaeten Nachmittag, um die ersten, vorsichtigen Schritte in der Grosstadt zu unternehmen. Und wir haben so viele Warnungen gehoert, dass wir die hoechste Sicherheitsstufe eingeschaltet haben;-) Wir sind jetzt nicht zu bestehlen! Das hoechste Gut, die Speicherkarten der Kameras laufen immer getrennt von den Kameras und die Visa warten schoen in der Wohnung auf uns....und: bisher passiert uns auch einfach nix. Wir sind mittlerweile Abenteurer fuer Fortgeschrittene;-) Weitere Tipps werden gerne zu Hause weitergegeben. Der erste Stadteindruck ist beeindruckend. Der Verkehr wirklich anstrengend. Die Argentinier machen den Chinesen im Verkehr gute Konkurrenz und koennten sich problemlos dort integrieren.

Bevor es bald ans Koffer packen geht, wird hier ein grosses Dankeschoen an alle Schutzengel unter Euch geschickt. Egal, ob mit 2 Beinen, 4 Pfoten oder 2 Fluegeln - unser Weg verlief spontan und mit so vielen Erlebnissen. Und ohne ein einziges ungutes Erlebnis in diesem Land. Danke fuer das feste Druecken.

 

 

Das Glueck der Erde...

Montag, 14.11.2011

... liegt auf dem Ruecken der Pferde. Dem Sprichwort folgend haben wir uns heute auf Pferderuecken geschwungen. Genauer gesagt, auf die Ruecken von Estrella ("Stern" - das Pferd von Anniek) und Herminio (das groesste und eigenwilligste Pferd von Resi). Die Tour startete 40km entfernt, inmitten der herrlichsten Landschaft. Etwa zwei Stunden ging es ueber Stock und Stein, durch Baeche und Schlamm, ueber idyllische Blumenwiesen und entlang des Gletscherpanoramas. Es war herrlich, die argentinische Fruehlingsluft gemischt mit dem Duft dieser lieben Vierbeiner zu atmen. Wir haben uns gefuehlt wie der Marlboroman und sahen dank Leder-Bein-Schoner auch fast so aus :). Unendliche Weite, ein fantastisches Gefuehl. Nachdem wir etwa zwei Stunden durchgeschuettelt wurden stiegen wir an dem wohl idyllischsten Plaetzchen weit und breit ab. Eine kleine Holzhuette, davor eine Lagerfeueratmosphaere, Steingrill, Baumstaemme zum sitzen, in der Naehe plaetscherte der Fluss, wir waren umringt von den grasenden Pferden und den Huegeln und Gletschern, dazu strahlender Sonnenschein. Das i-tuepfelchen waren piepende gruene Papageien, die sich in den vielen Baeumen um uns herum niedergelassen hatten. Wir koennen nur versuchen, dieses paradiesische Bild annaehernd zu beschreiben, es war einfach traumhaft.

Luciano, unser Pferdeguide hat uns und die zwei Flitterwochenpaerchen aus Venezuela und Spanien dann begrillt. Klassischerweise isst man hier auf dem Land mittags gegrilltes Rind mit gegrillten Zwiebeln im Baguette. Einfach lecker. Es passte alles. Dazu gab es gegrillten Monster-Champignon, den wir unterwegs gefunden hatten. Durchmesser locker 15 cm. Ein Genuss. Nachdem sich unser Magen und die Beine erholt hatten, ging es wieder auf die Pferdchen und trabten langsam zurueck. Die Pferde schienen dies genau zu wissen, denn sie waren kaum noch zu halten :).

Ja, das Glueck der Erde haben wir heute definitiv empfunden...  

Ice, ice baby...

Sonntag, 13.11.2011

Heute haben wir uns entschlossen, den Gletschern hier im Nationalpark einen Besuch abzustatten. Erster neuer Rekord war die Aufstehzeit. 6.00 Uhr morgens! Denn ab 7.00 Uhr (theoretisch, praktisch dann doch 1h spaeter) holte uns der Tourveranstalter vor der Hosteltuer ab. Und dann ging es ab zum Hafen nach Puerto Bandera und dort sind wir mit ca. 300 anderen Touristen in eine riesiges katamaranaehnliches Schiff gestiegen. Dies hatte ganze 1.400PS (fuer die Maenner unter Euch;-). Und dann ging es auf dem Lago Argentino erst zum Gletscher Uppsala, danach Speganzini und dann noch Perito Merino. Leider war es zum ersten Mal bewoelkt und gut windig. Unser Zwiebelkleidungsprinzip hat sich bewaehrt (auch Muetze und Handschuhe), aber kalt war es trotzdem. Nicht alle Natur-Beobachtungsposten liegen in der Sonne;-) Aber wir sind zum Lohn unglaublich nah an diese riesigen Gletscherriesen herangefahren, haben unzaehlige Fotos gemacht und das Eis in den verschiedensten Blautoenen bestaunt. Und auf dem Wasser schwammen einzelne kleine bis grosse Eisbrocken, die sich abgeloest hatten. In den unterschiedlichsten Formen. Das hat uns zu einer spontanen Gesangseinlage (nur fuer uns privat!) inspieriert. Siehe Titel. Und vielleicht bekommt der ein oder andere nach der Rueckkehr einen Blick auf diese lesegeschuetzte, top secret-Datei;-)

Und als wir abends nach Hause gekommen sind, haben wir uns sehr sehr lange unter der heissen Dusche aufgewaermt und fuer die Seele lecker Spaghetti selbst gekocht. Claro, ergaenzt mit einem leckeren argentinischen Wein.Geschlafen haben wir dann bald tief wie Gletschereis bis doch tatsaechlich eine von uns nachts aus dem Bett gefallen ist....soo was. Kaum eine Nacht ohne Action;-) Und dieses Mal wurde sich ohne Taschenlampe wieder aufgerappelt ins Bett;-)

Sturm und Flamingos...

Samstag, 12.11.2011

Nachdem wir unsere Bergsteigerkuenste erprobt hatten, haben wir uns mit dem groessten und leckersten Eis ueberhaupt belohnt (dabei, so ein Zufall, haben wir Ori wiedergetroffen, unseren israelischen - mittlerweile facebook Freund - aus dem Nationalpark Los Alerces in den Anden). Eigentlich sind wir in die Eisdiele gefluechtet, da in El Chalten ein orkanartiger Sturm wuetete! Hunde, Pferde, Resi und ich hatten ernsthafte Probleme, uns auf den Beinen zu halten. Der aufgewirbelte Sand (es gibt halt kaum asphaltierte Strassen...) hat uns quasi gesandstrahlt, ausgepeitscht. Wir haben in unserem Leben noch nie einen solchen Sturm erlebt. Die Elektromasten, Baume, einfach alles hat gewackelt wie ein Wackelpudding. Die Nacht in der Estancia war aehnlich aufregend. Ueberall klapperte es (obwohl es ein wirklich solides Haus war!) und Resi hatte Angst, dass das Dach abhebt. Dann fing nachts im Bad das Fenster an zu wackeln (es war nicht geschlossen), durch den extremen Luftzug knallte die Badtuer zu und die Tuerklinke ab. Davon wachte Resi dann also auf, zog sich kurzerhand ihre Stirnlampe an und versuchte die Tuerklinke um 4 Uhr morgens zu reparieren. Ging aber nicht, da zwei Stifte rausgefallen waren. Diese suchte sie dann und wirbelte dann mit ihrer Stirnlampe so lange herum, bis ich - komplett geblendet - aufwachte. Ich habe wohl selten nach dem Aufwachen so herzlich gelacht. Dieses Bild... :))). Aber, selbst ist die Frau, Resi hat es repariert. Ihre Motivation war ueberigens genaehrt von der Angst, dass der Estancia-Vater unsere frisch gewaschenen Hosen ueber der Badewanne entdecken koennte, wenn er die Tuer aufbrechen muss. Denn das, so sagt Resi, sei verboten, haette sie irgendwo gelesen ;). Ich habe Spass hier, sag ich Euch :-D.

Am naechsten Morgen fuhren wir  - na klar - Bus. Nach El Calafate, ca. 350 km suedlich von El Chalten. Die Strasse dorthin wurde ueberigens erst vor 2 Jahren asphaltiert und seitdem gibt es auch erst eine Tankstelle in El Chalten. Unvorstellbar. Hier angekommen sind wir gleich zur Laguna Nimez gelaufen, einem kleinen Vogelparadies. Neben einer frisch gebackenen Wildgansfamilie (suuuueeeessssssssssss) haben es uns (naja, gut, Anniek) natuerlich die Flamingos angetan. Das erste Mal, diese Tiere in freier Wildbahn zu erleben. Einfach schoen. Viele andere kleine Voegelchen haben unser (naja, gut, Annieks) Herzchen zum schmelzen gebracht, aber der Hunger auf ein leckeres Steak war irgendwann so gross, dass wir schnellen Schrittes in die City sind.

Ach, eine Besonderheit wollten wir Euch schon die ganze Zeit schreiben: Die Argentinier sprechen das "ll" nicht wie die Spanier wie "j" aus, sondern wie "sch". Und die Kinder hier (Argentinier lieben scheinbar Kinder und Hunde, sie sind ueberall!!!) sehen aus wie Monschischis. Daraus ableitend ergibt sich die neue Schreibweise: Monllillis ;). Si, claro.

Gute Nacht nach Deutschland...

Eure chicas

Und nach dem Fitz Roy kam der Cerro Torre...

Freitag, 11.11.2011

Nachdem wir den wirklich anstrengenden Anstieg zum Cerro Fitz Roy geschafft hatten, haben wir uns dann am naechsten Tag ueberlegt, die naechste lange Tour zu starten. Die zur Laguna Cerro Torre. so etwa 25km lagen vor uns (hin und zurueck), allerdings deutlich weniger Hoehenmeter, was das ganze angenehmer machte :). Muskelkater vom Vortag hatten wir erstaunlicherweise keinen. Aehnlich fantastische Lichtspiele warteten auf uns, kristallklares Wasser von Fluessen, Baechen und Seen, die wir ueberquerten... reinstes Trinkwasser, herrlich erfrischend. Aber zu kalt um den Bikini auszuprobieren :). Wir kamen an einem sehr gespenstischen Tal vorbei, alle Baeume karg und unsere Vermutung bestaetigte sich, vor einigen Jahren wuetete dort ein schreckliches Feuer. Das ganze Tal, die wunderschoenen Baeume haben sich nicht mehr erholt. Alles tot. Beim Ziel angekommen schwamm sogar ein kleiner Eisberg auf der Lagune und der Gletscher vor uns ergoss sich direkt in die Lagune, ein fantastischer Anblick...

Wieder zurueck in der Estancia haben wir dann einer Matetee-Zeremonie beigewohnt. Die Argentinier trinken den Matetee staendig. Immer. Im Buero, auf der Parkbank, am Strand. Ueberall haben Sie ihre Thermoskanne dabei, ihr Kuerbisgefaess mit Filter-Strohhalm und ein RIESIGES Gefaess voller Matetee. Das Gefaess ist darum so gross, weil der Becher stets zu 3/4 mit dem Kraut gefuellt wird, und immer nur ein kleines bisschen Wasser zugegeben wird, so dass der Mate von unten nach oben quillt. Dieses Gebraeu ist einfach schaeusslich (ok, Resi findet es nur halb-schaeusslich). So was von bitter. Aber es war richtig toll, es mal probiert zu haben und vor allem die ganzen Hintergruende zu erfahren. Mate ist uebrigens kleingehaexelte Stechpalme. Sieht aber nicht nach Palme aus :).

Dann haben wir am Abend noch Lama probiert. Es musste dran glauben, nachdem es Resi angespuckt hatte. Sie protestiert gerade :). Nein, dieses sicherlich liebe Lama (Guanaco) hat bestimmt niemanden angespuckt, musste aber trotzdem auf unserem Teller landen. Sehr intensiver geschmack, ein wenig hat es uns an Carpaccio erinnert, aber intensiver, strenger im Geschmack, halt ganz eigen. Aber sehr lecker!!!

So viel zu unseren kulinarischen Exkursen... Der Eintrag von heute folgt bald, wir haben ja einiges nachzuholen :).

 

Das Paradies am Ende der Welt

Donnerstag, 10.11.2011

Nach 3 Tagen ohne Internet und Handyempfang tauchen wir wieder auf. Wir waren 3 Tage in unserer besten Uebernachtung, einer typischen Estancia in El Chalten. Der Luxus fing schon am Busbahnhof Mittwoch Morgen an mit einem Jeeptransfer zur Estancia La Quinta. Die Riesenfarm wurde 1905 von norwegischen Einwanderen gegruendet und ist heute noch ein Paradies von Pferden, Kuehen und Hunden. Die Bordercollies haben Anniek gleich besonders ins Herz geschlossen und dem Spieltrieb ist es auch egal, ob die Sachen gerade frisch gewaschen sind. Da wird das grosse Herz der Tierliebe stark herausgefordert;-) Und dann grasten glueckliche braune Kuehe vor dem Haus und ein Pferd trabte auch nach von links nach rechts. Was fuer ein Idyll! Weiterhin traumhafte Zimmer und die Farmerfamilie war so herzlich und gastfreundlich, wir waren sprachlos. Es gab ein eigenes Restaurant, in dem wir abends ein ausgezeichnetes kleines Laemmchen auf den Tellern hatten. Yammi. Und Theresa ist nicht am Schafskaese-Dessert vorbei gekommen;-) Und am Donnerstag Morgen hat der Wecker uns 7.00 Uhr (jawohl, das ist ein Aktivurlaub und uns ist bewusst geworden, dass wir bisher immer zwischen 6.30 und 8.00 Uhr aufstehen - wir sind sehr stolz auf uns) aus dem Prinzessin-Erbse-Bett gerissen. Und nach einem ausgiebigen, wirklich leckeren Fruehstueck (keine Haferflocken fuer 3 Tage!) ging es zum ersten grossen Wandertag fuer Anniek in den Nationalpark Los Glaciores (Nordteil). Und gleich die grosse Herausforderung, um dem Berg Fitz Roy gegenueberzustehen. Dazwischen standen ganze 750 Hoehenmeter und 12,5km Weg (einfach!!). Und hier hat Anniek Grosses geleistet! (Anmerkung von Anniek: das hier schreibt gerade Resi, ist also kein Selbstlob :))) Das war der Mount Everst fuer eine Hannoveranerin! Grandios. Und Theresa war nicht das Rucksacklama;-) Und die Wanderung durch die Anden war einfach nur beeindruckend. Berge, die durch die Sonne in den praechtigsten Braun- und Gruentoenen schillerten, bizarre Felsformationen, riesige Gletscher mit solch unberuehrten Schneeflaechen, dass man einfach nur hineinhuepfen wollte und das Skiherz hoeher schlugen liess. Wir krackselten durch teilweise steppenartige Landschaften, ueber fast menschenhohe Felsbrocken und Baumwurzeln, der Schweiss perlte stets von der Stirn aber diese faszinierenden Ausblicke, schon waehrend des Weges aber vor allem an den Ziel, an den jeweiligen Lagunen entschaedigte fuer alles. wir haetten Stunden in die Ferne schauen koennen... einfach klasse....und am Ende des Tages waren wir mit unserem Estancia-Vater verabredet, der uns 18.15 Uhr wieder am Eingang des Nationalparks abholen wollte. Wenn da nur die Zeit nicht schon so fortgeschritten waere.....und so sind wir die letzten 10min. Wanderweg bergab auch noch frisch und halbmunter gerannt...umd dann doch 5min. zu spaet zu sein. Aber: wir befinden uns in Argentinien. Deutsche Puenktlichkeit haben wir nicht erwartet. Weit gefehlt, Alfredo tauchte einfach nicht auf. Und als wir uns damit abgefunden haben, weiter zu laufen, um den naechsten Taxistand zu finden, stand endlich eine Eisdiele am Weg. Bevor wir reinrannten, haben wir mal eine Person von uns am Strassenrand warten lassen....man weiss ja nie, nach dem Motto: stell Dir vor, wir gehen rein, und in dem Moment faehrt glatt Alfredo an uns vorbei und wir verpassen ihn!... und just beim ersten Schritt in die Eisrichtung, hielt Alfredo und wir mussten erstmal den Bauch vor Lachen halten. Die versteckte Kamera war garantiert irgendwo installiert. Also wurde der Eisgenuss verschoben;-( Aber ein weiterer Marsch blieb erspart;-)

 

Aufregung

Dienstag, 08.11.2011

Nachdem wir gestern unsere neue Liberty Box entgegengenommen haben - Version de Luxe: nur 177 km gefahren - hiess es heute nach einem enttauschendem Fruehstueck (es bleibt dabei, Cracker, Keks und ein Medialuna koennen uns verwoehnte deutsche Fruehstuecker einfach nicht begeistern) auf zum Nationalpark Monte Leon. Dieser recht neue Kuestennationalpark ist etwa 250 km noerdlich von Rio Gallegos gelegen. Highlight: die Strasse ist komplett asphaltiert und wir durften sogar 110 kmh schnell fahren! Eine Raritaet in Argentinien, wo sonst eigentlich 80 kmh gefahren wird. Wir sind mit einem mulmigen Gefuehl gestartet, denn - haltet Euch fest - unser Luxusschlitten hatte keine Nummernschilder!!! In unserem bruchstueckhaftem Spanish hatten wir unsere Verwunderung zum Ausdruck gebracht, verstanden haben wir dann "no problema con policia". Naja, andere Laender, andere Sitten :). Prompt sind wir natuerlich heute von der Polizei rausgewunken worden!!! Mein Fahrerherz und Resis Beifahrerherzchen waren ploetzlich ganz tief unten in der Hose. Ausweis, Fuehrerschein, wo kommen wir her, wo leben wir, bla bla bla. Nachdem wir gesagt haben, dass wir aus Deutschland kommen, laechelte die Dame, sagte "ahhhh, alemania, muy bien" und liess uns fahren. Die Nummernschilder schienen also nciht das Problem gewesen zu sein, es war eine ganz normale Kontrolle :).

Der Nationalpark ist einfach umwerfend. Die Pinguine sind uns bereits auf dem Parkplatz entgegengewatschelt, waren neugierig und zu zighunderten wenn nicht gar tausenden. Die Seeloewen haben Resi diesmal schon fast mit Handschlag begruesst, sie ist nun Ehrenmitglied des Lions Club ;). Unsere alten Bekannten, die Felsenkomorane leben dort genauso wie Pumas, die wir aus sicherer Entfernung gesehen haben. Wusstet ihr, dass die Pfote eines Pumas so gross ist wie ein Teller??? Unfassbar. Gut, dass er unsere Witterung scheinbar nciht aufgenommen hat, sind ja eh sehr schuechterne Tiere. Naja und der Kustenabschnitt mit seinen wahnsinnigen Hoehlen, traumhaften Buchten und Commoran-Delfinen ist sowieso ein Traum jedes Naturliebhabers.

Ja, schoen wars. Aeh, waere es gewesen. Den letzten Abschnitt koennt ihr loeschen. Der einzige Weg vom Parkeingang zu diesem Kuestenabschnitt war naemlich heute GESPERRT!!! Ja, richtig gelesen. G E S P E R R T. Zusammengefasst: wir haben hier einen 2 tage stopp. mieten ein auto. fahren insgesamt 500 km. und dieser *piep* Park ist nicht erreichbar. Und nein, es lag ganz gewiss nicht an den ungenuegenden Spanischkenntnissen. Cerrado ist cerrado, geschlossen. Nach erstem Unglauben und Entsetzen haben wir dafuer aber den schoensten Lachanfall unseres Urlaubs gehabt :))). Die Traenen kullerten vor Lachen und wir haben unseren Blog verwuenscht, in dem wir diesesn Park schon so grossspurig angekuendigt hatten und nun die Blamage erzaehlen muessen ;). Ja, eine schoene Geschichte - irgendwann mal ...

Dafuer haben wir morgen fuer drei Tage eine ganz tolle Estancia in El Chalten (wieder im Westen des Landes in den Bergen, im Nationalpark Los Glaciares (falls dieser nicht geschlossen hat, weil der Gletscher ueber Nacht spontan geschmolzen ist ;)). Die Seite ist uebrigens: www.estancialaquinta.com.ar.

So, drueckt uns die Daumen. LG in die Heimat.

Organisieren und Faulenzen in Rio Gallegos

Montag, 07.11.2011

Nachdem in Rio Gallegos alle Autovermietungen ewig weit entfernt sind und unser Rucksack gefuehlt immer schwerer wird, haben wir uns einfach mit dem Taxi chauffieren lassen. Von A nach B und C und zurueck und wir sind fast wahnsinnig geworden, da es wohl Standard ist, dass sie umziehen, geschlossen sind oder was auch immer. Aber wir haben eine neue Liberty Box, die wir in genau 15 Minuten abholen koennen. Ausserdem haben wir uns zur Feier des Tages ein richtiges Hotel gegoennt, herrlich :). Wir freuen uns schon auf das Fruehstueck, obwohl das normalerweise bei den Argentiniern aus Crackern und Keks besteht. Ehrlich. Sehr spartanisch. Dafuer gibt es dann ja den ganzen Tag Kuchen, Kekse etc., was sich auch im Koerperumfang der Argentinier wiederspiegelt :).

Vorhin haben wir uns dann noch aufgemacht, einen schoenen Park zu besuchen. Allerdings war das einfach ein gruener Block, viele Baeume, ein paar Statuen. Leider nichts, was uns den Atem geraubt hat. Aber muss es ja auch nicht, atemlos sind wir sicher morgen wieder...

Fotos wuerden wir Euch uebrigens sehr gerne zeigen, aber unsere SD Karte wird nicht erkannt oder es gibt sonstige technische Probleme. Aber wir zeigen die Euch sowieso viel lieber persoenlich bei einem Glas argentinischen Rotwein...

Ciao chicos y chicas!

Von West nach Ost....wieder aufgetaucht.

Montag, 07.11.2011

Und wie schon angekuendigt, haben wir unsere Nacht mal wieder im Bus verbracht. Und sind an der Ostkueste etwas tapsig morgens ausgestiegen. Jetzt machen wir uns den Weg frei - vermutlich wieder mit einem Mietwagen - zur naechsten Uebernachtung und dann einem neuen Kuenstennationalpart, Monte Leon. Seeloewen macht Euch huebsch - wir kommen;-)

Die Ralley ging weiter....und die Anden tauchten auf.

Sonntag, 06.11.2011

Jetzt sind wir nach ein paar Tagen mal wieder online. Das kann eine grosse Herausforderung sein, ein internetfaehigen Computer zu finden.

Unser Bus hat uns ueber Nacht verlaesslich morgens 7.00 Uhr nach Esquel gebracht und wir haben vor den grossen Anden mit schneebedeckten Gipfeln gestaunt. Von der See zum Gebirge. Und dann sind wir etwas muede zur Uebernachtung geschluerft und nach kurzer Regeneration  (yammi, fast jeden Morgen machen wir uns Haferflocken mit Milch und als I-Tuepfelchen mit Obst garniert) ging es zur naechsten Autovermietung. Denn just am Freitag faehrt kein Bus in unser Ziel den Nationalpark Los Alerces. Aber da Anniek ein alter Rallye-Hase geworden ist, no problema. Dieses Mal war die Gangschaltung ein Erlebnis und ach ja, wenn die Fensterscheibe mal verrutscht, no problema, einfach mal kurz angefasst und alles wieder im Lot. Und jetzt sage keiner mehr, Frauen und Autos;-) Schotterpisten waren auch bald wieder da und wir sind wie ein Baustellenfahrzeug auf Erkundungstour im Park herumgefahren. Und dann hat sich noch ein wunderschoener Wanderweg aufgetan und Anniek beginnt das Wandertrainig. Theresa arbeitet naemlich an einer weiteren Bergbegleitung - nur das Rucksacktransportlama wird noch gesucht;-) Und da der erste Nationalparktag so beeindruckend war, sind wir am Samstag gleich noch mal hin. Dieses Mal mit einem oeffentlichen Bus und haben uns im noerdlichen Teil absetzen lassen. Zusammen mit 2 anderen Deutschen und einem Israeli - nebenbei leisten wir unseren Beitrag fuer die Voelkerverstaendigung - haben wir kleine Wanderungen gemacht und ueber Ausblicke auf Gletscher, lagunenblaues Wasser und Waelder mit einheimischen Zypressen (Alerces) gemacht.Sogar eine Haengebruecke haben wir ueberquert und viele Aussichtspunkte (Mirador hier, mirador da...) angelaufen. Ein Wunder, dass der Kameraspeicher noch nicht voll ist.

Abends waren wir dann endlich reif fuer das erste Steak! Bife de chorizo, saftige Lende...gab es zur Belohnung und dann war der Tag zu Ende.

Die weitere Reiseplanung hat uns dann noch etwas herausgefordert, weil noch keine Hochsaison ist und die Busse nicht ganz unseren Ideen mit dem Fahrplan verfolgen. Aber wir haben finalemente mal wieder einen Nachtbus gebucht. Und nach ungezaehlten Stunden sitzen wir jetzt wieder an der Ostkueste;-)

Einbahnstrassen und Schokitraeume

Freitag, 04.11.2011

Also, bevor wir starten (Ihr seid ja scheinbar schon alle gespannt ;)), ein Kommentar von Anniek an Cordi: UNFASSBAR, dass Du das in den Blog geschrieben hast ;)))) !!!!!

So, los geht es. 

Wir sitzen gerade am Busbahnhof von Puerto Madryn. Heute um 21.30 Uhr geht es ab nach Esquel (Anden). 9 Stunden Busfahrt ueber Nacht. Wir freuen uns drauf. Denn im Bus gibt es hoffentlich keine Muecken. Diese Spezies hat uns naemlich die letzten zwei Naechte den Schlaf geraubt! An unsere Eltern: Nein, es gibt hier kein Malaria. Keine Sorge :). 

Heute haben wir uns von den Seeloewen verabschiedet bei erneut traumhaftem Wetter. Sie waren heute allerdings fauler als gestern so dass sich Resi dann auch einigermassen schnell losreissen konnte. Wir haben also das Naturparadies, die Halbinsel Valdes, verlassen und haben noch einen Abstecher an die Punta Loma gemacht, 20 km suedlich von Puerto Madryn, wo wir gerade sind. Dort gab es nochmal eine andere Seeloewenkolonie und eine Kormorankolonie (das sind Voegel, die auf ca 10 Quadratzentimeter Felsvorspruengen nisten ohne herunterzufallen. Ausserdem paaren die sich, indem der Mann von hinten auf das Weibchen draufspringt. auch ohne herunterzufallen. Unfassbar. Keine Ahnung wie das geht. Aber es geht :). Wir haben es mit eigenen Augen gesehen. Dort sassen wir fast 2 Stunden in der Sonne, la dolce vita. Anschliessend sind wir noch an einem Schiffswrack vorbeigefahren. Alles wieder auf den zuvor beschriebenen Schotterpisten. Das Ralleyfahren macht immer mehr Spass :). Dann wurde es fuer uns aber Zeit nach Puerto Madryn zu fahren, um unsere Liberty Box abzugeben. Und da war er endlich wieder. Der Adrenalinschub. Denn aus der Hauptstrasse wurde eine Einbahnstrasse. Dummerweise haben wir das nicht gemerkt :). Dafuer aber ein entspannter lachender Argentinier, der es erst mit Lichthupe versuchte und dann nach kompletter Missachtung noch mit vehementen Handzeichen. Ja, das war lustig :) - irgendwann danach :).

Vom Autovermieter zum Bahnhof sind wir dann an einer Dulceria (Schokiladen der Superlative) vorbeigekommen. An alle Maedels: das Paradies. Schoki, Kuchen, Pralinen soweit das Auge reicht. Im Hintergrund noch die original Schokiherstellungsmaschinen. Wer nun glaubt, dass wir ignorant an dem Laden vorbeigegangen sind, kennt uns schlecht :))). 

Sodele, liebe Gruesse in die Heimat. Hasta la manana!

Auf Tuchfuehlung mit den Walen

Mittwoch, 02.11.2011

Bevor es wieder News gibt: IHR SEID EINE FANTASTISCHE BLOGGERGEMEINDE! Wir freuen uns ueber Eure Kommentare und das Mitfiebern. Und auch das Daumen druecken, weil wir weiterhin unsere Gluecksstraehne brauchen;-) Noch immer sind wir im Natur-Wunderland Peninsula Valdes und haben heute eine Guck-mir-in-die-Augen-Begegnung mit Walen gehabt. Aber am Morgen sind wir erstmal zu einer Seeloewen-Kolonie gefahren. Das sind schoene Tiere! Und die Machos (jawohl so heissen die maennlichen Tiere;-) haben eine loewenartige Maehne, halten sich einen Harem (nein, kein Vorbild) und haben bezaubernden Nachwuchs. Theresa wollte am liebsten Teil der Kolonie werden und war nicht loszureissen. Morgen fahren wir vor der Abfahrt vielleicht zum Trost noch mal vorbei;-) Und mittags haben wir eine Walbeobachtungstour gestartet. Nachdem wir diese grossen Meerestiere schon in Neuseeland gesehen haben, haben wir einen Moment ueberlegt und zum Glueck richtig entschieden. In grossen schlauchbootaehnlichen Booten ging es raus. Und bis zu 1m nah kamen die friedlichen Tiere, prusteten ihr Wasser durch die Nasenloecher wie Fontaenen. Das sah nach Spass aus;-) Und die Jungtiere klatschen ihre Flossen ins Wasser, um mit ihrer Mutter zu kommunzieren. Auch eine interessante Form der Kommunikation. Und gleich geht es zum zweiten Mal lecker Fisch Essen. Bei den comidas argentinas sind wir auf den Geschmack gekommen. Und morgen Abend fahren wir mal wieder Bus. Dieses Mal von Ost nach West an die Fuesse der Anden. Bald mehr aus dem Bergland. Die Wanderstiefel freuen sich, endlich wieder entstaubt zu werden. Und der Abschied von der Liberty Box naht auch. Hasta luego.

Ralley Patagonien

Dienstag, 01.11.2011

Angekommen in Puerto Madryn, das ist der letzte Ort vor der Peninsula Valdes, haben wir eine kleine Mietwagenodyssee hinter uns gebracht. Der erste unfreundliche Mensch wollte uns uebers Oehrchen hauen, aber nciht mit uns. Weitersuchen. Der zweite befand sich gerade in der Pause und sollte gegen 17 Uhr wiederkommen. Es war 12.30 Uhr. So viel dazu :). So einen Job haetten wir auch gerne ;). Der dritte war "ausgeliehen" - keine autos verfuegbar. Kurz vor einem ersten Abenteuerurlaubhysterieanfall sind wir dann ins letzte Vermietbuero gegangen und haben unsere Box of Liberty erhalten. Die Schrottkiste, die uns in die Freiheit bringen soll :). So haben wir den "GOL" (nein, es fehlt kein "F") getauft. Ein VW Auto. Sieht aus wie ein uraltpolo. Silber. Und es gibt mehr Stellen, die kaputt sind als heile. Seis drum. Unsere Box of Liberty faehrt. Anniek ist uebrigens der mutige Fahrer, der die Pisten Patagoniens erprobt. Wir haben eine extra versicherung abgeschlossen, da Anniek ja unter anderem beim Kart- und Skifahren aggressivste Fahrweisen unterstellt werden :). Angekommen in Puerto Piramides, so heisst unsere 3-taegige Heimat, bekamen wir dann von unserer Vermieterin der schnuckeligen Holzhuette mitgeteilt, dass sich unsere buchung ueberschnitten haette und wir nur die erste und dritte nacht bei ihr bleiben koennen. Aeh... locker bleiben. Sie hat uns dann freundlicherweise ein anderes zimmer, ca. 5 haeuser weiter, reserviert. dort sind wir also heute nacht. sieht auch okay aus, wird von einem alten zahnlosen ehepaar vermietet, die einen wellensittich haben :). Sympathiebonuspunkt. Nach einem gestrigen Strand- und Felsenspaziergang, wo wir ORCAS (!) gesehen haben, hiess es dann heute also die Halbinsel erkunden. Den noerdlichen Teil. Nach nur 5 gefahrenen km war fuer uns bereits klar, wie die Ueberschrift des Blogs heissen muss :). Wir sind eine Ralley gefahren. Eine Schotterpiste. Durchgaengig. Maximale Geschwindigkeit auf dem Hinweg 50kmh. Rueckweg aufgrund von mehr Mut und Ralleyerfahrung 60 kmh ;):  Staub, wo das Auge hinschaut. Die Box of Liberty hat gescheppert und geroehrt, aber durchgehalten!!! Die Anstrengung (man lernt allen ernstes normale asphaltstrassen zu schaetzen) hat sich gelohnt. Wir sind im naturparadies angekommen. Das erste Mal im Leben Seeelefanten gesehen (die haben so einen ruesselaehnlichen nasenfortsatz), ganz viele. Auch Babyseeelefanten. Sehr faule Exemplare ueberigens. Liegen 1 Monat nur rum. Dann haben wir 1m entfernt ganz viele Pinguine gesehen. Total niedlich. Magellanpinguine. Viele lagen in ihren Hoehlen und brueten ihre Eier aus. Dann haben uns oefters Guanacos (grosse Lamas) begleitet am Wegesrand. Ich glaube beim zehnten Mal hat Resi es dann auch mal geschafft, rechtzeitig ihren Fotoapparat in der Hand zu haben :). Es gibt beweise, man glaubt es kaum. Ach ja, und dann war da noch dieses aeusserst vorwurfsvoll dreinblickende Guerteltier. Sehr lustig aussehendes Geschoepf. Resi meinte, es sei eine Schildkroete :))). Sie ist zwar gute Botanikerin aber an der Biologin feilen wir gerade noch ;). Ein absolut traumhafter Tag, an dem wir Patagoniens wirklich wunderschoene Fauna entdecken konnten. Die Weite Patagoniens haben wir durchfahren. Endlose Kilometer durch NICHTS. GAR NICHTS. Staub, Schotter, karge Landschaft. Man sagt, dass Antoine St. Exupery (der kleine Prinz) durch diese Landschaft Patagoniens inspiriert wurde...

Morgen erkunden wir den suedlichen Teil der Insel.

Mar del Plata - Tag II

Dienstag, 01.11.2011

So, nachdem wir einen Tag, wohl wie ihr auch, nicht auf die Seite des Auslandsblog gekommen sind und dann einen Tag Bus gefahren sind, kommt hier endlich der naechste Eintrag. Aber der Reihe nach:

Mar del Plata. Das ist ja das kleine, so dachten wir, tatsaechlich aber 700.000 einwohner starke "Fischeroertchen" an der Atlantikkueste. Nachdem wir unsere Unterkunft kennengelernt haben, war uns klar, ganz schnell wieder weiterreisen zu wollen. Immerhin hatten wir einer viererzimmer fuer uns allein. Nach der Nacht, in der wir vom Grillevent, das direkt neben unserem Zimmer stattfand, eingerauchert wurden, sind wir morgens frueh aufgestanden und haben uns gleich auf die fruehstueckssuche begeben. mit haenden und fuessen haben wir die geduld und freundlichkeit der argentinier erprobt und waren begeistert. wir haben essen, cafe, etc kaufen koennen. unser spanisch wird seitdem immer besser und haben nun die wichtigsten begriffe parat. der Tag II bestand eigentlich aus freuhstueck am strand. argentinier beobachten, die bei gefuehlten 13 grad ernsthaft in den atlantik gehuepft sind. wir haben wohl 10 km am strand zurueckgelegt, herrlich. und sonne satt. so satt, dass es sogar sonnenbrand inklusive gab. die ersten argentinischen muscheln befinden sich natuerlich schon im gepaeck :). und die ersten surfer wurden von uns bei ihren in der tat beneidenswerten kuensten beobachtet. das highlight des tages: ein in den fels eingebautet kleines cafe, in dem wir es uns gutgehen haben lassen. es gab ein submarino, das ist heisse milch mit einem schmelzenden schokoriegel und einen brownie mit dulce de leche (karamellcreme) und baiserhaube. um 20 uhr ging dann unser executive bus. 16 stunden busfahrt ueber nacht warteten auf uns, um uns endlich in die einsame natur patagoniens zu bringen... zur halbinsel valdes.

Angekommen in Mar del Plata.

Sonntag, 30.10.2011

Buenos Noches vom suedamerikanischen Kontinent. Wir sind angekommen. Und es ist schon so viel passiert;-) Also erstmal ist IBERIA die Airline, die auf die rote Liste kommt. Sie duerfen nur noch den Rueckflug durchfuehren und sonst nix mehr. Da hilft auch nicht, dass sie mit Airbus-Maschinen fliegen. Denn erstmal eine gute Stunde Verspaetung in Frankfurt, dann uns verhungern und verdursten lassen auf dem Weg nach Madrid und es dann noch auf dem Weg nach Buenos Aires Theresa beim Fruehstueck austeilen zu vergessen. Und nicht mal die Stewardessen konnten laecheln. Die Stewards auch nicht. Und wir sind beide blond;-)

Aber die gute Nachricht. Unser Schutzengel hat sich schon gezeigt und hat sich im Gepaeck eingeschmuggelt. Anniek hat ihn auch stark provoziert und doch gleich mal in Madrid beim Warten ihre Tasche mit allen wichtigen Unterlagen so fuer laecherliche 5min. mitten auf dem Gang vor den Toiletten liegen lassen.....Adrenalin war dann auch ohne Kiten da! Und der Schutzengel auch, der die Tasche mal so beschuetzt hat. (Anmerkung von Anniek-Schusselchen: ich war echt muede und hatte einen super interessanten ikea-prospekt in die haende bekommen :)) ist doch alles juuuuut gegangen). In Buenos Aires haben wir einen Luxus-Bus nach Mar del Plata, 400km suedlich genommen und ein bisschen Atlantikluft geschnuppert. Mit zusammengewuerfelten Spanischkenntnissen bekommen wir bis jetzt alles, was und wohin wir moechten. Lasst uns unser Glueck weiter hold sein. Morgen geht es weiter in den Sueden - wir wollen endlich richtig beeindruckende Natur sehen. Patagonien - wir kommen.

 

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